"Zur Heisterburg"
 

 

 
     
 

Wo einst die alten Ritter hausten
in ihrer Burg gar fest gebaut,
da findest du nur Trümmerhaufen,
wohin dein Auge ringsum schaut.

Die alten Ritter sind gestorben
und ihre feste Burg zerbrach.
Was sie einst schufen ist verdorben,
schon längst vor Jahren und vor Tag.

Doch von dem Deister hoch hernieder,
da eilen Wasser hin zum Tal
und stürzt ein Riese in die Schluchten,
dann dröhnt der Berg vom Widerhall.

Aus einem Felsen springt die Quelle,
ihr Bett umrahmt das grüne Moos.
Hoch oben bläut des Himmels Helle
und macht den Deister stolz und groß.

An einer Brücke, die der Teufel
erbaute einst mit eigener Hand,
da steht ihr Name "Teufelsbrücke"
und ist im Lande wohlbekannt.

An eines Felsens kühle Wände,
da schmiegt sich an ein kleines Haus.
Da geh´n im Winter wie im Sommer
die müden Wand´rer ein und aus.

Der es erbaute ruht im Tale
von seiner harten Arbeit aus.
Wir danken ihm für seine Mühe,
besuchen gern dies schöne Haus.
 

 
 

Konrad Hecht